Kleinmesswagen "KRABBE 84.09"   letzte Änderung: 04.01.10

Bf Sellin Rügen 11.09.1997

Mit dem Messgerät können die nachfolgenden Gleisgeometrieparameter ermittelt und mittels Auswertesoftware Deteilschriebe und Fehlerprotokolle erstellt werden:

  • Spurweite

  • Gegenseitige Höhenlage

  • Längshöhe (links und rechts)

  • Pfeilhöhe (links und rechts)

  • Verwindung

  • Krümmung

Fahrzeugnummer: ohne
Bauart: KRABBE 84.09
Hersteller: Fa. KZV, Tschechichen 
Baujahr: ?
Eigengewicht:
Hg.: 5 km/h bei der DB AG vom Hersteller sind 15 km/h angegeben

Der Messkleinwagen Typ "KRABBE" wurde als Ergänzung für Messwagen und Messdraisinen konzipiert,

um die geometrische Gleislage schnell und problemlos zu ermitteln.

  • Das Messsystem des Messkleinwagens ist mit rotierenden und linearen Potentiometern (mit veränderlichen

    Widerständen) sowie mit einer Bimetall-Messachse ausgestattet.

     

    Die stabile Konstruktion des Messkleinwagens sowie die sichere Anordnung der Fühler (Messwertaufnehmer)

    gewährleisten stets eine genaue und präzise Messung der Gleislage.

    Die Messgeschwindigkeit beträgt max. 15 km/h.

    Die Verarbeitung der gemessenen Signale erfolgt über den Bordrechner (Handheld- oder Tablet-PC) diese

    können dort direkt abgelesen werden.

    Aufwendige Einstell- und Wartungsarbeiten für das komplette System sind nicht erforderlich.

    Der Messwagen wird von 2 Personen innerhalb von ca. 10 Minuten montiert und ins Gleis gehoben.

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Einsatzmöglichkeiten:

  • Allgemeine Betriebszustandsmessung der Gleisanlage

    Abnahmemessungen von Oberbauarbeiten

    Nachweismessungen für Bereisungen durch die Aufsichtsbehörde

    Turnusmäßige Gleis- und Weicheninspektion

Grundkenngrößen:

  • Horizontale Pfeilhöhenmaße (Richtung)

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  • Spurweite

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  • Überhöhung

    Vertikale Pfeilhöhenmaße der rechten und linken Schiene

    Verwindung für gewünschte Sehnenlängen, bzw. ORE-Verwindung

    Gleislänge

Durchführung der Messung:

  • 1. Eingabe der Informationsdaten der Messstrecke.

  • 2. Eingabe der Basislänge für die Verwindung.

  • 3. Bestimmen der Fehlergrenzen für die Grundkenngrößen der geometrische Gleislage unter 

        Einhaltung verschiedener Geschwindigkeitsbereiche.

    4. Lesen, Abtasten und Abspeichern der Signale im 0,25 m Abstand in Online- Verarbeitung.

    5. Numerische Abbildung der Größen der geometrischen Gleislage auf dem Display.
        (Spurweite, Verwindung, Richtung, Überhöhung, Längshöhe und Kilometrierung)

    6. Optische und akustische Signalisierung bei Überschreitung der Fehlergrenzen.

    7. Während der Messung Eingabe von Informationen über Stationierung (z.B. Weichenanfang, Bahnübergänge      usw.) und Gleisfehlern (Schlammstellen im Schotterbett, gerissene Schwellen usw.) mit genauer Lokalisierung.

    8. Bei Zugbetrieb besteht die Möglichkeit die Messung zu unterbrechen, den Messwagen auszugleisen
        und im Anschluß die Messung fortzuführen.

    9. Übergabe der Messdaten aus dem Bordcomputer an den PC zur weiteren Auswertung.

Durchführung der Auswertung:

  • 1. Die Auswertung der Messungen erfolgt auf einem PC unter dem Betriebssystem Windows und

        übernimmt somit z.B. auch die Einstellungen für die Druckerausgabe.

    2. Im Vorbereitungsprogramm Aufbereitung der Messdaten und Vervollständigung (z.B. fehlende Ereignisse,

        siehe Punkt 7 der Messung, Änderung bzw. Verschiebung der Stationierung)

    3. Auswählen und Einlesen der Messdaten in das Auswertungsprogramm.

    4. Änderungsmöglichkeit der Toleranzen (Geschwindigkeitsbereich, Fehlergrenzen, Verwindungsbasis).

    5. Auswählen bzw. Zusammenstellen des Messstreifenformats(Längs- und Höhenmaßstab Messspurauswahl,

        ausdruckbare Messspuren sind: Spurweite, Krümmungsband, Richtungsabweichung der linken/ rechten 

        Schiene, Verwindung, Überhöhung, Längshöhe der linken/ rechten Schiene,

        Spurweitenänderung pro Meter, zyklische Stöße, Gesamtsignal der Standardabweichung und

        Gesamtsignal der Einzelfehler).

    6. Graphische Darstellung des Messergebnisses auf dem Monitor.

    7. Ausdrucken des Messstreifen, entsprechend den eingestellten Druckerparameter unter Windows.

    8. Erstellen von Fehlerprotokollen mit genauer Angabe der Stationierung, des max. Werts, der Länge

        und dem Toleranzbereich des Fehlers.

    9. Erstellen von Abschnittsbewertungen nach vorheriger Einteilung der Strecke in wählbare Abschnitte.

        Diese statistische Zustandsbewertung erfolgt auf Grundlage eines Musterstreckennetzes, durch

        Noten von 0,0 bis 6.0.

    10. Numerische Ausgabe der Messdaten in Form einer Textdatei (z.B. für die weitere Verarbeitung von

          Messwerten für die Weichenkartei).

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Technische Ausstattung:

Messtechnischer Teil kleinster messbarer Bogen R=30 m (optional auch kleinere Radien messbar) Die Spurweite wird 14 mm unter SO gemessen (optional auch 9/10 o. 12mm unter SO)

Mechanischer Teil in Stahl-Aluminium-Leichtbauweise

Bordelektronik Messfühler, A/D- Wandler und Akkumulator 12 V / 7Ah (Betriebsdauer ca. 20 Stunden)

Messrechner Handheld- oder Tablet-PC

Software ausgelegt für den Messvorgang, die Messdatenübertragung und Auswertung auf dem PC.

PC und Drucker für die Auswertung der Messdaten gehören nicht zum Lieferumfang

Gewicht: 65 – 75 kg je nach Ausstattung

Arbeitstemperatur - 5°C bis + 55°C

Quelle: Otto Dittmann GmbH

 

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